Wie sieht der Alltag einer Archäologin aus? Wie stellt man das Alter von Skeletten und anderen Funden fest? Und wie kann es sein, dass sich viele vermeintlich männliche Krieger inzwischen als Frauen herausgestellt haben? Archäologin und wissenschaftliche Direktorin des Archäologischen Instituts an der ÖAW, der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Barbara Horejs hat die Antworten auf diese Fragen.
Die Archäologin Barbara Horejs forscht seit vielen Jahren auf ihrem Gebiet und ist spezialisiert auf das Neolithikum, die Kuperzeit und die Bronzezeit in Südosteuropa, der Ägäis und Anatolien. Seit 2021 ist sie auch wissenschaftliche Direktorin am Österreichischen Archäologischen Institut der ÖAW. Im Gespräch mit Journalistin und Podcast-Host Claudia Zettel erzählt Horejs über ihren Arbeitsalltag - wie viel Zeit auf Büroarbeit und wie viel auf Feldforschung verteilt ist. Sie gibt Einblick in neueste Forschungsmethoden und erklärt, wieso sich immer mehr vermeintlich männliche Skelettfunde inzwischen als weiblich herausgestellt haben.
Außerdem geht es in dieser Folge von Keine Frauen um die Herausforderungen, mit denen Frauen in der Wissenschaft nach wie vor konfrontiert sind. Horejs berichtet von persönlichen Hürden, die sie genommen hat und verrät, was sie Berufseinsteiger:innen mit auf den Weg geben möchte.
Wir bedanken uns außerdem sehr herzlich beim Institute of Science and Technology Austria (ISTA), das wir als Gründungspartner für die ersten vier Folgen von Keine Frauen gewinnen konnten. Am ISTA gelten Chancengerechtigkeit, Diversität und Inklusion als zentrale Voraussetzungen für innovative Wissenschaft.